"Für mich bedeutet Bürgersein in der digitalen Gesellschaft..." - Statements der Studierenden des Masters Medien-Ethik-Religion

Auf Partys, in Cafés oder im Zug – überall sehe ich Teens und Twens, die anstatt sich zu unterhalten, gemeinsam einsam auf ihr jeweiliges Smartphone starren. Da schäme ich mich immer ein bisschen für diese Menschen. Aber wahrscheinlich nur, weil ich ahne, dass ich in anderen Situationen gleichsam soziopathisch wirke mit meinem Smartphone.

Mein Eindruck ist, dass unser sinnliches Erleben durch die ständige Vernetztheit verloren geht. Das beschränkt sich freilich nicht nur auf die isolierten Smartphone-Sitzungen. Ständig uptodate zu sein, alles irgendwo schon mal gehört, gesehen oder gelesen zu haben, sich überall mitzuteilen und die Mitteilungen anderer zu kennen, all das rückt das Überraschende, das Verwunderliche in den Hintergrund.

Das Web ist mir natürlich extrem nützlich, insbesondere wenn es um Information und grenzenlose Kommunikation geht. Aber es soll eben eine Unterstützung bleiben, ein Werkzeug. Aber auf welche Weise ich mein Umfeld oder die Welt als Ganzes wahrnehme, darf dadurch nicht manipuliert werden.

Shea Westhoff

 

Für mich bedeutet Bürgersein in der digitalen Gesellschaft vor allem Freiheit. Die Freiheit, jederzeit und überall über eine Unmenge an Informationen zu verfügen. Die Freiheit, ohne Kosten und in Echtzeit – und über Landesgrenzen hinweg – mit Familienmitgliedern, Freunden oder auch Fremden in Kontakt zu treten. Aber auch eine ganz neue Dimension der politischen Freiheit: Der Arabische Frühling beispielsweise wurde nicht mit Panzern und Gewehren begonnen, sondern mit Twitter und Facebook. Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei machte mit seiner Kunst und mithilfe des Internets die ganze Welt auf Missstände in seinem Heimatland aufmerksam. Nie zuvor war es so einfach, mit wenigen Klicks und Worten zu einem „homo politicus“ zu werden – und dies ist eine Chance, die sich erst mit der Digitalisierung ergeben hat. Jeder von uns hat heute ganz einfach die Möglichkeit, sich selbst in politische und gesellschaftliche Prozesse einzubinden. Diese Möglichkeit sollten wir nutzen.  

 Ann-Kathrin Gräfe

 

Für uns junge Menschen ist es ganz normal geworden, dass „das Internet“ weiß, was wir tun und wofür wir uns interessieren. Dennoch finde ich es nicht gut, dass keine Suchanfrage, kein Seitenaufruf im Internet unbemerkt bleibt. Ständig hinterlassen wir Spuren. Suche ich nach Schuhen, stört es mich nicht sonderlich, dass ich in den nächsten Tagen immer genau für das angesehene Produkt Werbung bekomme. Doch suche ich nach intimen Informationen, beispielsweise den Symptomen einer Krankheit, will ich nicht, dass jeder davon erfährt. Diese privaten Informationen gilt es zu schützen. Es ist nicht nachvollziehbar, welche Daten wo gespeichert sind. Und die Vorstellung, dass alle Daten miteinander in Verbindung gesetzt werden, löst bei mir Unbehagen aus. Ich will gar nicht daran denken, welche persönlichen Details Krankenkassen oder zukünftige Arbeitgeber  über mich erfahren könnten. Deshalb braucht es einen besseren Datenschutz – und vor allem mehr Transparenz: Ich will wissen, wer welche Daten speichert und wofür er sie verwendet.

 Claudia Rummel

 

Bürgersein in der digitalen Gesellschaft bedeutet für mich in einer Welt zu leben, die ständig neue Kommunikationsmöglichkeiten bietet, zeitgleich aber auch einige Risiken für die individuelle Freiheit mit sich bringt. Allgemein hat das Internet das Etikett eines flüchtigen, oberflächlichen Mediums. Dabei ist das weltweite, digitale Netz nachhaltiger als alle bisher bekannten Medien. Jedes Bild und jeder Text kann theoretisch für Jahrzehnte erhalten und rekonstruiert werden. Jede Spur die ich hinterlasse ist über Jahre hinweg nachvollziehbar. Für politische und gesellschaftliche Prozesse kann dieser Umstand, verbunden mit der schnellen und theoretisch allen zugänglichen Interaktionsmöglichkeit, eine immense Wirkung haben: Diktaturen können gestürzt oder Missstände öffentlich angeprangert werden. Darin lieg ein großes demokratisches Potential. Doch abgesehen von diesem kollektiven Prozess stellt sich mir die Frage, wie individuell und mit welchem Recht auf Privatheit sich der einzelne Mensch noch im Internet bewegen kann. Wie frei bin ich in diesem durchsichtigen Netz? Die digitale Gesellschaft gilt nicht zuletzt durch die Macht großer Wirtschaftskonzerne wie Facebook und Google als eine globale Gemeinschaft. Doch welche juristischen und ethischen Maßstäbe müssen gelten, wenn es um Datenschutz, Persönlichkeits- und Menschenrechte geht? Wie anonym kann und darf ich in dieser transparenten, dezentralen und nicht vergessenden Vernetzung bleiben?

 Frederik Paulus

 

Ein „gläserner Bürger“ möchte ich nicht sein. Im www bewegt man sich immer auf einem schmalen Grat zwischen Intimität und Fremdheit. Deshalb muss mir ein selbstbestimmter Umgang mit meinen Daten möglich sein. Es darf kein Zwang bestehen, die persönlichsten Daten preisgeben zu müssen, um ein Mitglied der digitalen Gesellschaft sein zu können. Auf dem Weg von Bahnhof zur Arbeitsstelle hinterlässt ja auch niemand an allen möglichen öffentlichen Stellen und Plätzen Hinweiszettel mit Adresse, Telefonnummer, Geburtstag, Beziehungsstatus oder Mail-Adresse.

Ich kann mich nur in der digitalen Gesellschaft zu Hause fühlen, wenn ich meine Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte gewahrt sehe. Ich möchte ein medienmündiger Bürger in einer digitalen Gesellschaft sein.

 

Heinrike Paulus

 

Auf der einen Seite hilft die Digitalisierung den Menschen, ihren Alltag leichter zu bewältigen und trägt zur Entwicklung der gesamten Gesellschaft bei. Auf der anderen Seite bedingen die Rechte und Pflichten der Bürger einen besonderen Schutz im World Wide Web. Der Schutz der Persönlichkeit, der Intim- und Privatsphäre und das Recht am eigenen Wort, ebenso wie der Datenschutz müssen an höchster Stelle stehen – höher noch als die Befriedigung der Informationsbedürfnisse der Menschen. Außerdem soll jeder frei entscheiden können, inwiefern er Teil der sozialen Community sein möchte. Niemand darf gezwungen werden, seine persönlichen Daten ins Netz zu stellen. Dafür brauchen wir sowohl ein rücksichtsvolles Miteinander in der digitalen Welt als auch gesetzliche Regelungen sowie eine Verbesserung der Strafverfolgung.

                                                           Julia Rosner

 

Manchmal finde ich es traurig, dass man eigentlich gar keine Wahl hat. Nicht einmal wenn ich wollte, könnte ich mich der digitalen Welt komplett entziehen. Was ist denn schon ein Mensch ohne E-Mail Adresse, Facebook oder gar ohne Handy?

Nehmen wir nur einmal die Uni: Die Anmeldung zum Studium? Erfolgt über ein Online-Formular. Sich einen Platz in der Vorlesung sichern? Virtuelles Wetteifern am Rechner – Highspeed-Surfer haben’s leichter! Krankheitsfall eines Dozenten? Wer nicht schon früh morgens seine E-Mails abruft, sitzt wahrscheinlich alleine im Hörsaal.

Natürlich erleichtern diese Dinge das Studium. Und wenn ein Dozent keine E-Mail schreiben, sondern – ganz altmodisch – einen Zettel an die Tür hängen würde, wenn die Vorlesung ausfällt, bekäme er wohl einiges zu hören. Doch sobald man einmal ein paar Stunden ohne Internet auskommen muss, wird klar wie abhängig wir davon sind. Mal das Smartphone zuhause vergessen, Akku leer oder in der neuen Wohnung noch keinen Internetanschluss? Offline sein wird zur Katastrophe. Das gibt mir zu denken…

Laura Kochannek

 

Für mich bedeutet Bürgersein in der digitalen Gesellschaft, ein Teil von der großen weiten Welt des Internet zu sein. Ich habe die Möglichkeit, meine kreativen Ideen zum Beispiel in Form eines Videobeitrages auf YouTube zu stellen oder in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter zu verbreiten. Ich kann mich mit Freunden, die weit weg sind oder auch ganz nah,  austauschen. Natürlich besteht auch die Gefahr, dass ich zu viel von mir im Internet preisgebe. Noch schlechter wäre es allerdings, aus der digitalen Welt ausgeschlossen zu sein. Ich will nicht mit der Angst gegenüber der digitalen Welt leben, sondern diese so gut kennenlernen, dass sie nicht zu meinem Gegner, sondern zu meinem Freund wird.

 Lena Gurfinkel

 

Bürgersein in der digitalen Gesellschaft bedeutet für mich persönlich die absolute Freiheit. Und damit meine ich nicht nur die Freiheit, meine Meinung – ob offen oder anonym – mit der Welt zu teilen, sondern vor allen die Freiheit, überall auf der Welt leben und arbeiten zu können. Denn das Internet ermöglicht es uns, Tausende von Kilometern getrennt und unseren Freunden und der Familie dennoch stets unglaublich nah zu sein. Mit E-Mail, WhatsApp und Skype kann ich jederzeit und von überall meine Sorgen und meine Hoffnung, die schlechten und die guten Momente mit den wichtigsten Menschen meines Lebens teilen. Im Grunde sogar noch viel intensiver als früher, wo man im gleichen Ort wohnte, aber nicht in jedem Augenblick alles miteinander teilen konnte. Die digitale Welt ersetzt zwar nicht die analoge, aber sie erweitert sie ungemein.“

 Olga Rühl

 

Gegen den Strom schwimmen

Fans stehen in den vorderen Reihen vor ihrer Lieblingsband, filmen sie, stellen sie auf YouTube. Schnell noch ein Selfie, den man auf Facebook hochlädt. Das Internet hat sich innerhalb weniger Jahre in unser Leben eingefügt: Online-Shopping, Online-Banking, Online-Dating. Fast alle Lebensbereiche sind im Internet vertreten. Die Möglichkeiten erweitern sich von Tag zu Tag. Sogar als sogenannter „Digital native“ reibe ich mir manchmal verwundert die Augen, weil sich alles so rasend schnell verändert. Ehe wir uns versehen, fahren die Autos uns und schreiben die Kühlschränke uns vor, was wir essen dürfen. Nach der Devise „Mehr, besser, schneller, einfacher“ spuckt der Markt ständig neue Produkte aus. Ethik kommt dabei oft zu kurz. Wollen wir uns von der Technik bestimmen lassen? Muss Technik alles, was sie kann? Zum Bürgersein in der digitalen Gesellschaft gehört der schnelle Wandel. Dazu gehört aber auch das bewusste Innehalten und Nachdenken. In unserer digitalen Welt wird man verführt, mit dem Strom zu schwimmen. Gerade heute ist aber jeder einzelne gefragt, sich bewusst für oder gegen digitale Angebote zu entscheiden. Manchmal muss man dann auch gegen den Strom schwimmen. Man kann Bücher nicht nur bei dem Online-Riesen kaufen, der mit A anfängt. Es gibt auch die kleine Buchhandlung in der Nebengasse. Und ein Konzert muss man nicht unbedingt mit dem Smartphone filmen. Wie oft erlebt man seine Lieblingsband schon live?

 Patricia Achter

 

 

Für mich bedeutet „Bürgersein in der digitalen Gesellschaft“ sich bewusst mit den Chancen und den Risiken der digitalen Medien auseinanderzusetzen. Nur wenn ich informiert bin, kann ich selbst entscheiden, in welchem Umfang ich die digitale Technik in mein Leben integrieren möchte. Als Bürger in einer digitalen Gesellschaft bin ich zugleich auch Teil einer global agierenden Weltgemeinschaft. Insbesondere die sozialen Netzwerke tragen für mich zu einer erheblichen Erleichterung der interkulturellen Kommunikation bei.  Anstelle eines analogen Briefes, der womöglich wochenlang unterwegs ist, erreichen Informationen den Empfänger innerhalb von Sekundenbruchteilen.

Allerdings wurde ich als „digital Native“ in die digitale Gesellschaft hineingeboren, allenfalls meine Kindheitsjahre habe ich im analogen Zeitalter verbracht. Ältere Menschen, die in einer pre-digitalen Gesellschaft sozialisiert worden sind, brauchen Hilfe, um ihren Platz in der digitalen Welt zu finden. Letztendlich findet ein immer größer werdender Anteil des Lebens im digitalen Bereich statt: Manche Zeitungen erscheinen nicht mehr gedruckt, es entstehen neue Kommunikationsmittel wie Emails oder Blogs, die Steuererklärung wird online gemacht. Ich sehe die Gefahr, dass Menschen, die sich aus Überforderung oder Angst den digitalen Medien verweigern, den Anschluss verlieren.

Regina Heede

 

Gerade für mich als Studentin bietet die Informationsfülle des Internets eine willkommene Ausweichmöglichkeit zur Bibliothek der Uni. „Mal schnell googeln“ geht doch viel einfacher, als Bücher zu suchen, zu bestellen, abzuholen und zu lesen... Doch im Gegenzug werde ich im Internet mit „persönlicher Werbung“ bombardiert, jeden Tag sind Spam-Mails im Email-Fach und ich bekomme das gruselige Gefühl, das Internet weiß ganz genau, welches Buch ich als letztes gelesen habe, welchen Promi ich gut finde, was ich gerade tue. Oder wie der Familienhund der besten Freundin heißt. Die Digitalisierung der Gesellschaft bedeutet, dass alles offener wird - sowohl der Zugang zu Informationen als auch der zu meinen privaten Daten.

Stephanie Vetter

 

Als mündiger Bürger bietet mir die Welt des Internets die Möglichkeit, Anteil an der Gesellschaft zu nehmen und im Rahmen der freien Meinungsäußerung Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen. Ich gehöre zur Internet-Gemeinschaft. Ich kann meinen Standpunkt gegenüber den anderen vertreten und auch auf gesellschaftliche Probleme hinweisen. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter aber auch Onlinepetitionen wie Change.org bieten mir eine Plattform für meine Gedanken. Wie stehe ich zum aktuellen Streik bei der Bahn, wie finde die Flüchtlingspolitik der EU oder den letzten Trainerwechsel in der Bundesliga? All dies kann ich in sozialen Netzwerken kommentieren und bei Umfragen mitmachen.

Dies erfordert aber auch Toleranz und Respekt denen gegenüber, die meine Meinung nicht teilen. Ich trage als Bürger Verantwortung nicht nur in der realen Welt, sondern auch in der oftmals anonymisierten digitalen Welt, die mir neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet. Kann ich dieser Verantwortung gerecht werden? Ich hoffe es….

 Stefan Kießling

 

 

…dass in meinem Wohnzimmer kein Fernseher steht, wie bei meinen Eltern, sondern ein Laptop. Abends verfolge ich nicht wie sie die Tagesschau, sondern klicke mich auf meinem Smartphone durch die Neuigkeiten auf Spiegel-Online. Als Politikwissenschaftlerin interessiere ich mich eigentlich schon für das aktuelle nationale und internationale Tagesgeschehen. Das Probeabo der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG habe ich trotzdem nicht verlängert, weil ich es immer schade fand, die bis auf das Titelblatt ungelesene Zeitung am nächsten Tag entsorgen zu müssen.

Auf meinem Smartphone lese ich immer mal wieder für ein paar Minuten kurze Artikel, die mir meine Freunde per Link schicken. Das geht auch auf dem Klo oder in der Vorlesung ohne Blättern und Rascheln. Bei der letzten Bundestagswahl habe ich mich bei meiner Wahlentscheidung vom Wahl-O-Mat inspirieren lassen und so unkompliziert und ausgewogen informiert habe ich mich noch vor keiner Wahl gefühlt. Das ganze mediale Rauschen – ob auf Facebook, im Radio, den Blogs und Nachrichtenseiten  zehrt dennoch manchmal an den Nerven. An vielen Abenden in Bars oder bei Freunden daheim fällt mir die ständige Smartphone-Präsenz unangenehm auf. Ich habe das Gefühl, dass viele Leute nicht mehr loslassen können und die mediale Kopie wichtiger ist als das Ereignis selbst.

Mir sind meine „analogen Zeiten“ sehr wichtig und deshalb hole ich auch von Zeit zu Zeit mein altes Nokia-Handy aus dem Schrank, packe meinen Rucksack und gehe zwei Wochen Backpacken ohne News, Whatsapp und Co.

Simone Steger

 

 

Für mich bedeutet Bürgersein in der digitalen Gesellschaft nicht nur die Vorzüge, die der digitale Wandel mit sich brachte und bringt, zu nutzen, sondern mir ebenso der Schattenseiten der neuen Techniken bewusst zu werden – immer wieder neu. Was bedeutet das Individuum mit seinen persönlichen Vorlieben, Abneigungen, Geheimnissen in dieser Welt, in der alles gelikt und geteilt wird? Ich befürchte, dass der Mensch zu einem Wesen aus Daten und Zahlen zu werden droht, das die Internetgiganten lediglich als berechenbaren Konsumenten betrachten. Algorithmen, die selbst von ihren Schöpfern nicht mehr zu hundert Prozent verstanden werden, bestimmen, welche Werbung ich wann und wo zu sehen bekomme und welche News für mich interessant sind. Jeder lebt so in seiner eigenen „Filter Bubble“ (Eli Pariser). Ist eine lebendige Demokratie, in der ein gewisses kollektives Wissen vorherrschen sollte, unter diesen veränderten Gegebenheiten noch möglich? Diese Frage stelle ich mir. Und: Wie kann ein Bewusstsein für diese Frage in der breiten Bevölkerung entstehen?

 Salome E. Mayer

 

Ich komme aus einem Land, in dem es keine absolute Kommunikationsfreiheit gibt. Aus politischen Gründen werden viele Informationen von der Regierung gesperrt, dass sie den Bürgern nicht zugänglich sind. Aber der technische und digitale Wandel steuert dem entgegen. Heute hat fast jeder ein Smartphone oder verfügt über einen Zugang zum Internet. Die Bürger heute sind nicht nur Empfänger von Medien, sondern geben auch Informationen weiter und erreichen dabei einen immer größer werdenden Personenkreis. Deshalb macht es immer weniger Sinn, dass die Regierung Informationen sperrt. Der digitale Wandel ermöglicht auch, dass Menschen aus verschiedenen Ländern Informationen austauschen. Natürlich entstehen durch den digitalen Wandel auch Probleme. Meines Erachtens ist aber die Freiheit, die uns dieser Wandel gebracht hat, viel höher zu bewerten.

Ruosi Gong